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Mähren: Politischer Regionalismus und seine Bedeutung für Mitteleuropa

Vortrag mit Diskussion von Dr. Marek Pavka

Dr. Marek Pavka, Vizeobmann der Partei „Die Mährer“ („Moravané“), hat Politische Wissenschaft und Geschichte studiert und später in Brünn diese Fächer selbst an Hochschulen gelehrt. Auch hat er sich als politischer Autor einen Namen gemacht und ist Verfasser eines Buches über die Kontinuität der Bürokratie von der Ersten Tschechoslowakischen Republik bis zur CSSR nach der kommunistischen Machtübernahme im Jahre 1948.

Die Markgrafschaft Mähren und Herzogtum Schlesien haben mit dem Ende der Habsburgermonarchie 1918 ihre Selbstverwaltung verloren, was zu einem schleichenden Identitätsverlust führte. Die Menschen, die sich über Jahrhunderte als Mährer verstanden hatten, begannen plötzlich, sich als Tschechen oder Deutsche zu betrachten. Diese Veränderungen führten bald zur Vertreibung der deutschsprachigen Mährer und Schlesier und zur langfristigen Diskriminierung der beiden Länder, die in der Ersten Tschechoslowakischen Republik, unter kommunistischer Herrschaft wie auch in der postkommunistischen Ära formal weiterbestanden. Dieser Aderlass hatte eine signifikante Verarmung beider Länder im Vergleich zu Böhmen zur Folge.  

Im Mittelpunkt von Dr. Pavkas Vortrag stehen die Bemühungen um die Wiederherstellung mährischer (und schlesischer) Identität und Selbstverwaltung. Gleichzeitig wird unser Vortragender die Rolle Mährens in Mitteleuropa illustrieren. Denn wie sagte einst ein österreichischer Politiker? - „Mitteleuropa ist alles um Mähren herum.“

Wann:  Freitag,  2. Dez. 2011,   19.00 - 21.00 Uhr

Wo:  1120 Wien, Ruckergasse 52  Cafe Restaurant Zum Leopoldi ( website)